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Make
Markus Wessely
geboren am 2.4.1964

hat sich am 5.5.2020 sein ganzes Leben genommen.
Absolut entschlossen, nüchtern und grenzenlos mutig.
Er ist friedlich eingeschlafen und sah aus, wie ein Engel.


Make ist/war ein teuflischer Kerl mit den aufregendsten Augenbrauen, die ich gesehen hab.
Abraxas! (siehe: Herman Hesse - Demian) Er hat das Helle & das Dunkle, das Gute wie das Schlechte, die Freude & die Depression,... stets in sich vereint. Er liebte Party, Musik (hören, machen, sein), tanzen, flirten, Sex, frönte gern dem Müßiggang und war ein leidenschaftlicher Genießer.
Stundenlang saß er nackt in seinem paradiesischen Garten Eden und lauschte/schaute den Vögeln, den Blättern im Wind und erfreute sich an der Natur. Was der Make spazieren gegangen ist! Er erkundete alles in seiner Nähe, wie auch in nächster Ferne und da, wo er gerade war. Er kannte alle Obstbäume in der Gegend, sprach mit jedem besonderen Baum persönlich, wusste wo die schönsten Blumen blühn, wo die besten Kirschen zu holen sind, wo die angenehmsten Einstiegsmöglichkeiten (nicht nur) in die Pielach sind, grüßte jeden Falken, wenn er einen fliegen sah - sein Krafttier.
Auf die Frage meiner Pioneers of Change 17er Gang - wo er uns beim Going Public im WUK 2018 bei der Gestaltung der Räume grandios unterstützt hat - was er sonst so mache, entgegnete er voll Selbstsicherheit, beinah stolz: „Ich bin Langzeitarbeitsloser.“ Ich musste so lachen!
Er hat so oft, bereitwillig und kompetent geholfen bei fast allem, um das man ihn bat und er assistierte KünstlerInnen, nicht nur bei Ausstellungsvorbereitungen, auch bei Auf- & Abbauten jeglicher Art. Ein prima KünstlerInnenAssistent, Hut ab!


Make - ein Tausendsassa und Nichtsnutz.

Er hatte immer für jedes Problem eine Lösung. Gschickt bis zum DortHinaus. Reiner Ästhet.
Pure Liebe. Wilde Leidenschaft. Auch Hass und Eifersucht. Hausmeister bei LAMES. Das rituelle Entfernen von Müll war ihm ein großes Anliegen. Wie auch das atmosphärische Aufladen von Orten, Räumen, Körpern, seiner Selbst...
Feuer. Rituale. Räuchern. Allem eine Bedeutung geben. Aus allem etwas Besonderes machen.
Er war ein Kiff&SaufSchamane. Hoch spirituell, unglaublich fürsorglich, kochte das beste Essen auf seinem Küchenofen, war der verspielteste Künstler, den ich je kennen lernte. Ich durfte sehr viel von ihm lernen und werde weiter von ihm lernen. Er hat mich oft verwöhnt und so viel für mich gemacht. Wie auch für sein Haus, das ebenso viel Zuwendung braucht. Gott sei Dank war ich aufmerksam. Kürzlich hab ich den ersten Dachziegel ausgetauscht und es lief wie am Schnürchen. Wunderbare Aussicht da oben!
Er hatte das bezauberndste Lächeln der ganzen Welt, ein unglaublich großes Herz mit nicht weniger großen Schattenseiten, liebte Exzesse, Ekstasen und Eskalationen, wie auch die Ruhe und die Stille. Er erfand Meditationstechniken & Körperübungen und war auf seine ganz eigene Art & Weise sehr gläubig. Im Winter hat er tage-/wochenlang nicht viel anderes gemacht, als ein Buch nach dem anderen verschlungen.
Er wusste extrem viel, war sehr schlau und gfiazt (steirisch: gerissen).

Dem Nichts zu nützen ist eine unglaubliche Gabe,
die der Welt fehlt & die Gesellschaft braucht.
Wer soll das jetzt machen an seiner statt?
Ich? Wir alle immer wieder?

So riesige Potentiale in einer Person!

Mit 56 Jahren hat er sich, trotz unser aller LeidWesen, bravourös, sauber
und für alle Beteiligten am Erträglichsten, einfach vertschüsst.
Zack!
Weg is er.
Er hat sich uns entrissen und hinterlässt tiefe Wunden in unseren Herzen.
Wir werden sie betrauern, umsorgen, pflegen, heilen und Ihn in uns neu erblühen lassen.

Er hatte nicht die besten Zähne, aber den prickelndsten Mittelzahn! Die Auswirkungen der Vergänglichkeit an seinem Körper haben ihm grundsätzlich eher keine Freude bereitet.
Er war wunderschön, liebte die Frauen, die bitte sehr langsam traurig sein sollen, und hinterlässt einen wunderbaren, unglaublich gscheitn, feinfühligen Sohn, der nicht weniger Kapazunder in jeglicher Hinsicht ist, wie der Make selbst; seine beiden Schwestern und deren Familien; (s)einige (ehemalige) Geliebte; viele viele FreundInnen, die ihn lieb(t)en, zuweilen auch hass(t)en; all die süßen, wohlriechenden Frauen, die er gern mit seinem Charme bezirzte; unglaublich viel Energie; einen grenzenlosen Reichtum an künstlerischen und handwerklichen Arbeiten & Spielereien; das gemietete Haus mit Garten - die Piratenburg in Pottschollach - das MakUSEUM!
Der Brand im Jahr 2016 hat nicht nur geschadet, die Wände waren doch schon etwas gezeichnet und beschrieben.
Kurz vor, oder bereits während seinem endgültigen Entschluss hat er noch ur viel repariert, z`sammgramt & schen gmocht, Kresse angebaut, Hanf-, Blumen- und GurkenSamen in die Erde gedrückt und einen Hackenstiel von vorn bis hinten selbst gemacht und fachgerecht montiert, damit ich mir leichter tu beim Holz hacken.

Er hat die schönsten, ausgeklügeltsten und ergonomischsten Holzlöffel gefertigt und diese bis zur Perfektion weiterentwickelt - mit Löffelkrümmung!
Und er war eine Kanone als MaultrommelSpieler und genialer Rhythmiker auf allem, was klingt.


DU & ICH (*)
is still alive.
mICH gibt's ja noch!
(*) Das größenwahnsinnigste KünstlerIn-Kollektiv, das die Welt je oder nie gesehn hat;
DJ-Duo, das Musik macht für Menschen, Tiere und Pflanzen aller Altersgruppen und Planeten. Wir haben sogar in Rumänien aufgelegt! Das ehrliche Feedback lautete: „Ihr seid voll modern!“ Make und ich haben uns angeschaut und losgeprustet!

Make liebt Teelichter, Blumen, ätherische Gerüche, Feuer, Bier, Wasser,.....
Sein Sohn war heuer vor ihm in der Pielach, bereits am 15. März!
Als er seinem Papa davon erzählte, erwiderte Make schmunzelnd:
"Des derfst owa niemandn weidasogn!"
Ich darf. Weil ich die Geschichte ur lustig find. Und alles muss auch nicht nach seinem Schädl gehn. Vor allem jetzt, wo er gar keinen Schädl mehr hat...
Um seine Zähne braucht er sich auch keine Sorgen mehr machen.
Er hat nur noch 2,5 Kilo und sieht plötzlich ganz anders aus. Aber immer noch wunderschön!
In Grau, Weiß, Schwarz und Braun sind alle anderen Farben zu finden.
Und ein bunter Hund bleibt er! Das hat er auch liebend gern und zum Wohlgefallen aller, in seinem Kleidungsstil sichtbar gemacht. Auf einem seiner legendären Leiberl ist zu lesen: "MAKE eine hypertrophe hochsensible RocknRoll Maschine" - in Anlehnung, bzw. gfladert aus einem Liedtext von Franz Morak.

Er hatte wahrlich Charisma, war fesch & schlank und hat geraucht wie ein Schlot.
Noch warm hat ihn mir der Hüter des größten Make Feüers Ever in die Hände gereicht.
"Es war Sein Feuer", wie Felix - selbiges WortGenie wie sein Vater - es ausdrückte.
Ich barg ihn so lange in meinem Schoss - wo er sich immer so wohl gefühlt hat - bis er Zimmertemperatur hatte und er wird nie mehr so kalt sein, wie noch vor wenigen Wochen.
Leider auch nicht mehr so warm.
Er hat mich stets gewärmt - wie ein Ofen. Und heiß war er! Mit seinen 56 Jahren sexy wie nur was und soo gut zu umarmen und anzuschmiegen. Make hatte einen ganz eigenen, ur guten Körpergeruch, jedoch keinen (!) Schweissgeruch - das stimmt wirklich!
Nicht nur sein knackiges Popscherl hat vielen Menschen reine Freude bereitet. Seinen nackten Körper hat er bei jeder kühlenden NassErfrischung gerne zur Schau gestellt. Für sich, für die anderen, für die Natur. Ich kenne keinen Menschen, der so Eins ist mit der Natur, wie der Make.

Er hatte die besten und verrücktesten Ideen, war ein Abenteurer sondergleichen, ein ganz wunderbar unmittelbarer Künstler - die Kreativität triefte nur so aus all seinen Zellen.
Lange Zeit dachte ich, das Bild in seiner PiratenBurg, gleich beim Eingang links, sei von ihm.
Erst kürzlich habe ich nach seiner Signatur gesucht und was stand da geschrieben?
Paul Klee.


Es gibt noch sooooo viel mehr zu erzählen!

Aber jetzt liegt es nicht nur an mir, diese Geschichten in die Welt zu tragen.
Ich bitte darum!
Make meidete Rufzeichen, so lange sie zu entbehren waren.
Hier im MakeKondolare kannst du schreiben, was du zu sagen hast,
mit so vielen Rufzeichen, wie du für notwendig erachtest.
Es ist auch easy möglich, (Musik-)Links und Fotos "einzupflegen".

An dieser Stelle das riesige, aufrichtige DankeSchön an alle FreundInnen von Make & mir,
die diesen schmerzlichen Verlust mittragen, mich versorgen, tatkräftigst zur Seite stehn,
ihre Hilfe anbieten und sich großzügig an den Kosten beteiligen,
die Makes FreiTod mit sich gebracht hat.

make for ever

Heidrun.

jahrelang Geliebte
Frau
tausendfach Getrennte
Vertraute
Freundin
Partnerin
Kollegin
Gespielin
Freundin+
Ex
Gefährtin

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